Die Teufelsbrücke
Ein altes deutsches Volkslied mit einem neugeschriebenen Text. Ich hoffe, das Zupfgeigenarragement gefällt euch!
Es wollt ein Bursch zu seiner Maid,
lief durch des Waldes Dunkelheit.
Als er zur tiefen Felsschlucht kam,
da rief er: »In Dreiteufelsnam'!
Ach, stünde eine Brücke hier,
wär ich noch schneller heim bei ihr!«
Ein greller Blitz, ein Donnerhall,
der Teufel kam mit lautem Knall.
»Die Brücke soll gebauet sein,
doch wer's als erster wagt, ist mein!«
Der Bursche sprach: »Ich glaub dir nicht!
Beweis mir deine Macht, du Wicht!«
Der Schwarze wies auf einen Stein,
er hob die Hand, da war's ein Schwein.
»Hey ho, das ist ein tolles Stück,
der Handel ist gemacht, welch Glück!«
Ein Wink, schon stand die Brücke da.
Doch welch ein Wunder, was geschah:
Der Bursche rief: »Ich hab's geschwor'n!«,
und trieb das arme Schwein nach vorn.
Der Teufel schrie: »Du Gauner, du!«,
und nahm das Schwein und schwand im Nu.
Drum rufst du dir den Teufel her,
sei stets gescheiter noch als er!
Melodie: alte Volksweise
Text: Manuel Deinert